7 Jahre durch die Hölle oder der Macho von der traurigen Gestalt

Leseprobe

Es ist degoutant, dass ich hier sitzen muss und erstmals im Leben etwas tue, was ich nicht will und damit einen meiner Grundsätze breche. Seit ich denken kann, böse Zungen behaupten noch nicht sehr lange, habe ich stets gemacht, was ich wollte, weil ich es gut konnte. Das war schon als Kind so und meine lieben Eltern ließen mich gewähren. Mir ging es dabei stets um das „Stück“, Details habe ich delegiert an Menschen, die dies besser konnten als ich. Wie gerne hätte ich jetzt eine blonde Autorin an meiner Seite, eine Lady, der ich diese Geschichte erzählen kann und sie schreibt das Ganze auf – aber ohne Kohle, dass weiß ich schon lange, gibt es für mich keine Hasen. Die Erkenntnis kam mir, weil die Mädels  nicht mal bei mir geblieben sind, als ich noch Kohle hatte. Wie sollte das dann heute gehen – für mich unmöglich.

Ich bin ein Looser, wie er als Negarant mit der Madame im Buche steht. Ja, ich selbst hab es mir schon eingestanden, es hat 7 lange Jahre gedauert, bis ich es verstand; 7 Jahr. Nicht, weil ich nicht flexibel wäre, oh, das bin ich sehr, sondern einfach, weil mir das Verständnis fehlte. Gestern war es dann soweit, ich verstand und hatte eben diese Erkenntnis. Ja, und weil die Welt eben ist wie sie ist, bleibt mir aus meiner finanziellen Not nichts andres übrig, als mich selbst zu verleugnen und zu schreiben.

Dieses Buch handelt vom Scheitern, von meinem Scheitern. Zerbrechen eines an sich einfach gestrickten Lebenskonzeptes. Worum geht’s im Leben?

Diese Frage beschäftigte mich seit meiner Kindheit. Schon damals realisierte ich, dass es einen grundlegenden Unterschied gibt zwischen Buben und Mädchen und sich daraus Chancen auf Synergien ergeben, wenn Mann eine gute Frau an seiner Seite hat und dann kam es anders. Ich glaubte immer wieder, in einer meiner superschlanken, durchgeknallten Blondinen eine Antwort gefunden zu haben, Antwort durchaus ja, für nur einen Lebensabschnitt vielleicht. Irgendwas klappt nicht mehr, seit Womens Liberation aus der Kehle Frank Zappas erstmals mein Ohr erreichte. Ich lernte. Je älter und reifer ich wurde, so pragmatischer wurde auch meine Antwort.

Was braucht ein Mann wirklich – nein, das würde wieder Mal Sprengstoffe in sich bergen. Die Frage muss lauten, was braucht ein Mann, der so herrlich einfach gestrickt ist wie ich selbst, um glücklich zu sein. Es sind derzeit 5 Posten auf meiner Wunschliste. Ich darf das jetzt auf den Punkt bringen.

  1. Erfolg im Tun für Selbstwert und Unabhängigkeit.
  2. Eine IWC Schaffhausen Portugieser Automatik mit 7 Tagen Gangreserve aus Stahl (nobles Understatement ist selbstverständlich) mit schwarzem Lederband und dieser herrlichen Schließe am Handgelenk. Das ist für mich Kunsthandwerk welches mich täglich erfreut und braucht auch keine blöde Batterie. (So eine will ich wiederhaben.)
  3. Einen klassischen Amerikaner mit V8 Maschine für die Mobilität.
  4. Eine Frau, die mir gefällt, an meiner Seite und
  5. mehr Cash im Sack, als meine First Lady ausgeben kann.

Pfau, ist die Tipperei mühsam, und ich wollte euch doch noch von der ROLLS ROYCE Werbung aus meiner Kindheit erzählt haben – aber der Anfang ist gesetzt (Kill Bill, Beweg den großen Zeh, oh weh 🙂 )

Scheiße, ein Rechtschreibprogramm sollte ich mir auch noch checken. Mein Leben ist sehr mühsam ohne Sekretärin. Das sag ich jetzt, obwohl ich vor langer Zeit in Deutsch maturiert habe. Das war noch lustig. Ich schrieb meine Schularbeiten gerne mit roter Tinte und unser Klassenvorstand korrigierte in blau. Und dann gab es da diese Zentralsparkassa-Schülerkalender. Dort lernte ich dann kurrent zu schreiben und unser Klassenvorstand benötigte die Hilfe eines erfahrenen Lateinprofessors – und die blaue Tinte. Ach ja, ich denke dieses Buch wird lustig, kritisch werden und vielen Feministinnen und Fut-Knechten die Schadenfreude ins Gehirn treiben. Dies sage ich rein hypothetisch, weil ich selbst Gottlob das Gefühl der Schadenfreude oder gar, jemandem etwas zu Fleiß machen, nicht kenne. Fortsetzung folgt…

Mittwoch, 4. Mai 2016

Der Tag war beschissen wie jeder andere – grundsätzlich. So habe ich mich eh wieder gut rüber gerettet, aber die Erkenntnisse, diese täglich neuen widerwärtigen Erkenntnisse, das halt ich glaub ich nur durch, weil ich auf gute persönliche Ressourcen, basierend auf meiner genial einfachen Kindheit, zurückgreifen kann. Ich finde das so wichtig, weil ich davon wirklich was verstehe, drum rede ich davon. Menschen, die mich kennen, werden bestätigen können, dass ich von kaum was etwas verstehe, von kaum einem Thema rede, außer, ich weiß, wovon ich rede. Für alles andere gibt es ja gute Literatur, auf die man verweisen kann. Für mich gibt es nicht viel Abstoßenderes als Männer, welche Blödsinn reden und sich dabei gut vorkommen. Bei Frauen ist mir nach dem Grundsatz, gescheit bin ich selbst, logische Intelligenz nicht wichtig, auf emotionale Intelligenz kommt es bei Frauen für mich an.​

Eine der ​besten ​blonden, schlanken und durchgeknallten Frauen, die ich besonders geliebt habe​!!​ , war ​wie man sagt „​strohdumm​“ intellektuell, – Kochlehrerin in Strebersdorf, aber süß, ​so süß, ​geil weiblich, wow – und gevögelt haben wir auf Teufel komm raus. Ja, der Wolf und der Sex – die Hasen, die ich geliebt habe, alle sahen sie sich ähnlich, waren von den Socken, weil ich angeblich so was auch immer war. Ich denk mir – pragmatisch, es liegt einfach daran, dass ich mit einem ziemlich großen Schwanz ausgestattet bin, da braucht Mann nicht viel einfühlsam und so weiter sein – aber mein Schwanz ist eine andere, längst vergessene Geschichte. Zurück zu Kindheit und Ressourcen – eine gute Kindheit haben, dem Kinde eine gute Kindheit geben – ach, für diesen Grundsatz habe ich auf sehr viel verzichtet in meinem Leben und das aus Überzeugung, aber dazu später.

Ich selbst hatte eine wunderbare Kindheit. Gut-bürgerlich in der Wiener Vorstadt aufgewachsen, mein Papa, Unternehmer und ein Prolet aus Favoriten, meine Mama, eine Lady aus einer kosmopolitischen Berliner-Künstlerfamilie. Sie verbrachte ihre frühe Kindheit im heutigen Ost-Berlin nähe Rheinbaben-Allee, Grundewaldsee. Aber damals gab es nur ein Berlin und Mama erzählte mir in meiner Kindheit tausend und eine Geschichte von damals, ach wie liebte ich das damals, die für mich gute alte Zeit.

Ja, ich mag meine Erinnerungen, Erinnerungen an meine unbeschwerte Kindheit, die eigentlich selbstverständlich sein sollte. Wir wohnten damals in meinem Elternhaus, wir das warn meine Eltern und später auch mein kleiner Bruder, mittlerweile ein systemangepasstes Arschloch, wie viele kluge Menschen, aber das wusste ich nicht, als ich täglich betete, Gott möge mir ein Brüderchen schenken, ein Brüderchen, quasi ein verwandter Freund für immer oder so.

Fortsetzung folgt…